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Historie 1990 - 2000 |
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März 1990: Trotz der Angliederung der VLP GmbH an die Vestische gelang es den Ausbaubefürwortern nicht, aus Marl-Loemühle einen Regionalflughafen zu machen. Nach einer Äußerung des damaligen Landrates Helmut Marmulla auf einer Kreis-Bauausschußsitzung in Herten, die verkürzt wurde zu der Parole "Ausbauen oder Umpflügen", faßte der Kreistag im März 1990 den Beschluß, den Flugbetrieb auf dem Flugplatz Loemühle "qualifiziert zu beenden". Die CDU-Fraktion hatte den entsprechenden Antrag leichtfertig gestellt im Vertrauen darauf, daß die SPD-Fraktion mit ihrer damaligen absoluten Mehrheit im Kreistag diesen sicher ablehnen werde. Große Teile der SPD-Fraktion stimmten jedoch ebenfalls für die Beendigung des Flugbetriebes. Die Stillegung des Flugplatzes war damit beschlossene Sache. Die Abwicklung sollte im Jahre 1998 beendet sein. |
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März 1990: Gründung der Flugplatzgemeinschaft Loemühle e. V. |
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19. April 1993: Nach dreijährigem zähen Kampf gelingt es, den Kreistag zur Rückgängigmachung des Stillegungsbeschlusses von 1990 zu bewegen. Der Kreistagsbeschluß, gefaßt mit ca. 2/3 Mehrheit, sieht u.a. vor, den Geschäftsreiseverkehr auf Loemühle zu intensivieren. |
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Auf dem Flugplatz setzt unmittelbar danach bei den Flugzeughaltern eine regelrechte Umrüstungswelle ein. Viele Flugzeuge werden auf erhöhten Schallschutz umgestellt, z. T. mit ganz erheblichem finanziellen Aufwand. |
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Die Folge: Deutliche Reduzierung der Geräuschbelastung durch den Flugbetrieb auf Loemühle. |
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20. Februar 1995: Auf ihrer Jahreshauptversammlung gibt die Landschaftsschutzgemeinschaft Fluglärm Loemühle (LSG) ihre Forderung nach Stillegung des Flugplatzes auf. |
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03. September 1995: Die Flugplatzgemeinschaft veranstaltet acht Jahre nach dem letzten Großflugtag ein Flugplatzfest, das von 26.000 Besuchern besucht wird. |
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Großflugtag 1995 Foto: Ronald Scherrinsky
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22. Juni 1998: Die Diskussion um die Landebahnverlängerung kündigt sich an. Mit über 90 % seiner Stimmen faßt der Kreistag von Recklinghausen den Beschluß, aus wirtschafts- und strukturpolitischen Gründen den Flugplatz in seinem Status als Verkehrslandeplatz zu erhalten und den Geschäftsreiseverkehr zu intensivieren. Gleichzeitig wird der Oberkreisdirektor beauftragt, auf dem Hintergrund der neuen EG-Betriebsvorschriften JAR-OPS 1 die notwendigen Maßnahmen zum Erhalt des Status quo zu ermitteln und vorzulegen. |
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12. September 1999: Bei den Kommunalwahlen wird die absolute Mehrheit der SPD im Kreistag gebrochen. Die CDU stellt die stärkste Fraktion im Kreistag und geht eine schriftlich untermauerte Zusammenarbeit mit den GRÜNEN ein. Zusammen verfügen die beiden Parteien über 37 von 72 Sitzen im Kreistag und damit über eine knappe Mehrheit. In der Koalitionsvereinbarung ist festgehalten, daß CDU und GRÜNE sich einig sind, daß eine Landebahnverlängerung zur Anpassung an JAR-OPS als nicht erforderlich angesehen wird. |
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Sitzverteilung im Kreistag des Kreises Recklinghausen nach der Kommunalwahl 1999
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Dezember 1999: Zwei Monate nach der Kommunalwahl legt die Geschäftsführung der VLP GmbH die mit Kreistagsbeschluß vom 22. Juni 1998 in Auftrag gegebene Studie zu den erforderlichen Maßnahmen und Kosten einer Landebahnverlängerung vor. |
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29. Mai 2000: Der Landrat des Kreises Recklinghausen, Hans-Jürgen Schnipper, leitet die Meinungsbildung zum Thema Landebahnverlängerung in der Kunibergschule in Recklinghausen mit einer Anhörung von Befürworten und Gegnern des Flugplatzes ein. |
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